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Rybakina entthront Sabalenka: 6:4, 5:7, 6:2 im Finale der US Open

Elena Rybakina gewinnt in New York ihren dritten Grand-Slam-Titel und löst Aryna Sabalenka am Montag nach 99 Wochen als Nummer eins ab. Sabalenka verpasst den dritten US-Open-Titel in Folge.

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Elena Rybakina in weißem Kleid und weißer Schirmmütze beim Aufschlag auf einem Rasenplatz in Wimbledon, der Ball in der Luft über ihr, der Schläger hinter dem Rücken.
Elena Rybakina in Wimbledon am 4. Juli 2026. Archivbild, nicht vom Finale der US Open.Archivbild · danielcooper850 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · resized from the original 5472×3648 upload

Elena Rybakina hat die US Open gewonnen. Die Kasachin schlug Titelverteidigerin Aryna Sabalenka im Finale am Samstag 6:4, 5:7, 6:2, in der Nacht zum Sonntag deutscher Zeit, und holte nach Wimbledon 2022 und den Australian Open im Januar ihren dritten Grand-Slam-Titel. Das Match im Arthur Ashe Stadium dauerte 2:21 Stunden und endete mit Rybakinas zwölftem Ass. Sabalenka hatte in New York 20 Matches in Serie gewonnen und wäre nach Chris Evert und Serena Williams die dritte Spielerin der Profi-Ära gewesen, die das Turnier dreimal hintereinander gewinnt.

Das Match

Rybakina brachte im ersten Satz nur 27 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld und gewann ihn trotzdem. Das Break zum 3:2 fiel durch einen Doppelfehler Sabalenkas, die direkt danach einen Ball auf die Tribüne schlug und eine Verwarnung erhielt. Sabalenka machte in dem Satz 15 unerzwungene Fehler und hatte keinen einzigen Breakball; nach etwa 45 Minuten stand es 6:4.

Der zweite Satz war der bessere. Rybakinas Erstaufschlagquote stieg auf 61 Prozent, sie vergab zwei Breakbälle, wehrte bei 4:5 zwei Satzbälle ab und hielt zum 5:5. Sabalenka gelang ihr erstes Break im zwölften Spiel, als Rybakina bei 5:6 aufschlug, um im Satz zu bleiben; mit dem 7:5 stand es nach Sätzen 1:1. Das Publikum hatte sie da längst auf ihrer Seite, wie die Sportschau berichtet.

Im dritten Satz breakte Rybakina zum 2:1 und mit einem Volley-Winner zum 5:2. Im letzten Aufschlagspiel servierte sie zwei Doppelfehler und nutzte den zweiten Matchball mit einem Ass durch die Mitte. Sabalenka zerschlug danach ihren Schläger.

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, sagte Sabalenka bei der Siegerehrung unter Tränen, in der Wiedergabe der Sportschau aus dem Englischen übersetzt. „Ich wünschte, ich hätte besser gespielt. Hoffentlich im nächsten Jahr.“ Rybakina sagte, es fühle sich gerade surreal an, und dass in diesem Jahr irgendwie alles gepasst habe. In der Pressekonferenz ergänzte sie laut WTA, sie sei so nervös gewesen wie vor jedem anderen Grand-Slam-Finale: „Man schläft nicht so gut. Man isst nicht so gut.“ Sabalenka sagte, es sei schwer, die Emotionen zu kontrollieren, wenn man ein Grand-Slam-Finale verliere, und: „Wie die Erfahrung zeigt, komme ich nur stärker zurück.“ Die Zitate aus den Pressekonferenzen sind aus dem Englischen übersetzt.

Die neue Nummer eins

Rybakina hatte Platz eins der Weltrangliste schon am Mittwoch sicher, mit dem Viertelfinalsieg gegen Zheng Qinwen 3:6, 6:1, 6:4; offiziell übernimmt sie am Montag. Sie ist die 30. Frau an der Spitze seit Einführung der Rangliste 1975 und die erste aus Kasachstan. Mit 27 Jahren und 89 Tagen ist sie die zweitälteste Spielerin, die zum ersten Mal die Nummer eins wird; nur Angelique Kerber war 2016 älter. Sabalenkas zweite Amtszeit an der Spitze dauerte 99 Wochen in Folge seit dem 21. Oktober 2024, insgesamt kommt sie auf 107 Wochen, Platz zehn der ewigen Liste. Am Montag ist sie die Nummer zwei.

Der Titel ist Rybakinas 14. auf der Tour und ihr dritter in dieser Saison nach Melbourne und Stuttgart. Sie ist seit 2000 die dritte Spielerin, die Australian Open und US Open im selben Jahr gewinnt, nach Kerber 2016 und Sabalenka 2024. Im direkten Vergleich führt Sabalenka nach 18 Duellen 10:8, auf Hartplatz liegt Rybakina 8:7 vorn, und die letzten drei Matches hat Rybakina gewonnen: das Endspiel der WTA Finals im November, das Finale der Australian Open und dieses.

Nach New York war sie eine Woche nach einer Aufgabe im Viertelfinale von Cincinnati gegen Iga Świątek gereist, mit einer Fußverletzung, und hatte vor dem Turnier nicht auf dem Platz trainiert, sondern nur Reha gemacht, wie Reem Abulleil auf der Website von Roland-Garros berichtet. In den ersten vier Runden gab sie keinen Satz ab, gegen Thea Frodin, Jessica Bouzas Maneiro, Yuliia Starodubtseva und Naomi Osaka; gegen Zheng und im Halbfinale gegen Coco Gauff, 3:6, 6:4, 6:4, lag sie jeweils einen Satz zurück. Vor diesem Turnier war sie in New York nie über das Achtelfinale hinausgekommen.

Sabalenkas Bilanz

Sabalenka, 28, hatte auf dem Weg ins Finale Camila Osorio, Polina Iatcenko, Kamilla Rakhimova und Taylor Townsend in zwei Sätzen geschlagen, dann Linda Nosková 7:6 (1), 3:6, 7:6 (10:7) im Viertelfinale und Jessica Pegula 7:5, 6:2 im Halbfinale. Es war das erste US-Open-Finale zwischen den beiden Topgesetzten seit 2013; die Nummern eins und zwei der Setzliste trafen zum dritten Mal in einem Grand-Slam-Finale aufeinander, nach den Australian Open 2023 und 2026. Die Niederlage ist Sabalenkas fünfte in neun Grand-Slam-Finals, und 2026 bleibt ihre erste Saison ohne Major-Titel seit 2022. Auf die Frage nach dem Ende ihrer Serie an der Spitze sagte sie: „Wenn sie weiter so spielt, dann ja, dann habe ich ein Problem.“

Preisgeld und Ausblick

Rybakina erhält 5,5 Millionen Dollar, laut Veranstalter das höchste Siegerpreisgeld im Tennis, Sabalenka 2,8 Millionen. Die Siegerin bekommt 2.000 Weltranglistenpunkte, die Finalistin 1.300. Im Race zu den WTA Finals, das nur die Punkte dieser Saison zählt, führt Rybakina mit 1.007 Punkten. In der Weltrangliste, die 52 Wochen zählt, verteidigt sie im Oktober und November die Titel von Ningbo und der WTA Finals in Riad aus dem vergangenen Herbst.

Am Sonntag folgte das Herrenfinale, und Alexander Zverev schlug Ben Shelton 6:3, 7:6 (2), 5:7, 6:2, nach 3:33 Stunden, für seinen zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres. Shelton stand vier Tage nach seinem Sieg gegen Alcaraz um 3:33 Uhr nachts am Mittwoch in seinem ersten Grand-Slam-Finale; seit Andy Roddick 2003 in New York hat kein Amerikaner ein Grand-Slam-Turnier gewonnen.

Quellen

Wesentliche Aussagen in diesem Artikel stützen sich auf die folgenden Quellen.

  1. 01Sportschau · US Open: Rybakina feiert Grand-Slam-Triumph gegen Sabalenka (Stand 13. September 2026, 05:10 Uhr)veröffentlicht · abgerufen
  2. 02t-online, David Digili · US Open: Rybakina gewinnt packendes Finale gegen Sabalenkaveröffentlicht · abgerufen
  3. 03WTA Tour · The new No. 1 has a new US Open trophy: Rybakina ends Sabalenka's reign (match reaction by Noah Poser)veröffentlicht · abgerufen
  4. 04Roland-Garros (official site), Reem Abulleil · US Open 2026: It's a double celebration for Rybakinaveröffentlicht · abgerufen
  5. 05Reuters (via Al Jazeera) · Elena Rybakina defeats Aryna Sabalenka in US Open women's singles finalveröffentlicht · abgerufen
  6. 06WTA Tour, Matt Wilansky · The long, methodical road that carried Elena Rybakina to No. 1veröffentlicht · abgerufen
  7. 07WTA Tour, Cole Bambini · Aryna Sabalenka vs. Elena Rybakina: Everything to know about the US Open finalveröffentlicht · abgerufen
  8. 08Wikipedia · 2026 US Open – Women's singles (final bracket: Rybakina d. Sabalenka 6-4, 5-7, 6-2; Sabalenka d. Pegula 7-5, 6-2; Rybakina d. Gauff 3-6, 6-4, 6-4; wikitext retrieved via the MediaWiki API)abgerufen
  9. 09United States Tennis Association / usopen.org · 2026 US Open offers $108 million in player compensation, largest package in tennis historyveröffentlicht · abgerufen
  10. 10ATP Tour, Jerome Coombe · Zverev doubles up in 2026, stymies Shelton for US Open titleveröffentlicht · abgerufen