Wimbledon-Preisgeld 2026: Was jede Runde bringt
Wimbledon-Preisgeld 2026: 64,2 Millionen Pfund insgesamt, 3,6 Millionen für jeden Einzelsieger. Alle Runden, Qualifikation und Doppel, offiziell belegt.
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Wimbledon hat 2026 ein Rekordpreisgeld von 64,2 Millionen Pfund ausgeschüttet, die Sieger im Herren- und im Dameneinzel erhielten jeweils 3.600.000 Pfund. Der All England Lawn Tennis Club gab die Summe am 11. Juni 2026 bekannt: 20 Prozent mehr als die 53,5 Millionen Pfund von 2025 und mit 10,7 Millionen Pfund die größte Erhöhung in der Geschichte des Turniers. Alle Beträge auf dieser Seite gelten pro Spielerin oder Spieler, in Pfund Sterling, und sind für Damen und Herren identisch.
Wie viel bekommt der Wimbledonsieger?
3,6 Millionen Pfund, 20 Prozent mehr als die 3 Millionen von 2025. Der unterlegene Finalist erhält 1,8 Millionen Pfund. Wer in der ersten Runde des Hauptfeldes verliert, nimmt 80.000 Pfund mit, wer in der ersten Qualifikationsrunde ausscheidet, 20.000 Pfund. Die vollständige Einzeltabelle stammt aus der offiziellen Preisgeldaufstellung des All England Club vom 11. Juni 2026, die für jede Runde auch die Veränderung gegenüber 2025 ausweist.
| Erreichte Runde | Preisgeld (Pfund) | Veränderung zu 2025 |
|---|---|---|
| Titel | 3.600.000 | +20 % |
| Finale | 1.800.000 | +18 % |
| Halbfinale | 900.000 | +16 % |
| Viertelfinale | 480.000 | +20 % |
| Achtelfinale | 300.000 | +25 % |
| 3. Runde | 185.000 | +23 % |
| 2. Runde | 126.000 | +26 % |
| 1. Runde | 80.000 | +21 % |
| Qualifikation, 3. Runde | 50.000 | +20 % |
| Qualifikation, 2. Runde | 32.000 | +23 % |
| Qualifikation, 1. Runde | 20.000 | +29 % |
Ein Einzelwettbewerb mit 128 Teilnehmenden kostet den Club 23.632.000 Pfund, beide Einzelfelder zusammen 47.264.000 Pfund, ein Plus von 22 Prozent. Die Qualifikation kommt auf 6.208.000 Pfund für beide Wettbewerbe, 25 Prozent mehr als 2025. Der Rest verteilt sich auf Doppel, Mixed, Rollstuhltennis und die Einladungsturniere; dazu kommen geschätzte 1.650.000 Pfund Tagegeld. Die Tenniswettbewerbe allein summieren sich auf 62.550.000 Pfund.
Doppel, Mixed und Rollstuhltennis
Im Doppel wird pro Paar gezahlt. Die Sieger im Herren- und im Damendoppel erhielten je 760.000 Pfund, 12 Prozent mehr als im Vorjahr; die Finalisten 380.000, die Halbfinalisten 190.000, die Viertelfinalisten 95.000 und Paare mit einer Erstrundenniederlage 18.000 Pfund. Jeder Doppelwettbewerb ist 3.324.000 Pfund schwer. Im Mixed gehen 148.000 Pfund an das Siegerpaar und 5.200 Pfund an Paare, die in der ersten Runde verlieren. Die Sieger im Rollstuhl- und im Quad-Einzel bekommen 82.000 Pfund, die Doppelsieger 36.000 Pfund pro Paar; alle Rollstuhl- und Quad-Wettbewerbe zusammen sind mit 1.273.800 Pfund dotiert, 20 Prozent mehr als 2025. Die drei Einladungsdoppel kommen auf 621.000 Pfund.
Wohin die Erhöhung floss
Die Prozentwerte in der Tabelle zeigen das Muster: Die frühen Runden und die Qualifikation legten am stärksten zu. Die erste Qualifikationsrunde stieg um 29 Prozent, die zweite Hauptfeldrunde um 26, das Achtelfinale um 25 Prozent; der Siegerscheck wuchs um 20 Prozent, der des Finalisten um 18. Der Club nennt in seiner Mitteilung auch den Zehnjahresvergleich: 80 Prozent mehr für die Einzelsieger, 160 Prozent mehr in der ersten Runde, 393 Prozent mehr in der Qualifikation. „Wir sind uns einig, dass die Spielerinnen und Spieler auch weiterhin an diesem Erfolg teilhaben, wenn Wimbledon wächst“, sagte Deborah Jevans, die Vorsitzende des Clubs, aus dem Englischen übersetzt.
Preisgeld und Weltranglistenpunkte
Geld und Punkte folgen unterschiedlichen Kurven. Ein Grand-Slam-Titel bringt laut der Punkteübersicht der ATP 2000 Weltranglistenpunkte, das Maximum im Tennis: 1300 für den Finalisten, 800 für ein Halbfinale, 400 für ein Viertelfinale, 200 für das Achtelfinale, 100 für die dritte Runde, 50 für die zweite und 10 für eine Niederlage in der ersten Runde. Ein Qualifikant sammelt auf dem Weg ins Hauptfeld 30 Punkte. Wer in Runde eins verliert, verdient also 2,2 Prozent des Siegerpreisgeldes, bekommt aber nur 0,5 Prozent der Punkte. Zum Vergleich: Ein Masters-1000-Titel ist 1000 Punkte wert, ein ungeschlagener Sieger der ATP Finals erhält 1500.
Was vom Scheck bleibt
Das Preisgeld ist ein Bruttobetrag. Ausländische Sportlerinnen und Sportler sind laut der Anleitung der britischen Steuerbehörde HMRC in Großbritannien steuerpflichtig für Einkünfte, die mit ihren Auftritten im Land zusammenhängen. Überschreiten die Zahlungen den persönlichen Freibetrag, behält der Zahlende eine Quellensteuer ein, in der Regel zum Eingangssteuersatz, und führt sie als Vorauszahlung an HMRC ab. Die endgültige Steuer wird danach abgerechnet; die einbehaltene Summe lässt sich laut HMRC auf die britische Steuerschuld und in den meisten Fällen auf die Steuer im Heimatland anrechnen. Trainer, Reisen und Unterkunft werden aus demselben Bruttobetrag bezahlt. Keine offizielle Quelle veröffentlicht, was netto übrig bleibt, deshalb schätzt diese Seite es nicht.
Die anderen Grand-Slam-Turniere
Wimbledons Gesamtdotation liegt in diesem Jahr zwischen den anderen drei Grand-Slam-Turnieren. Die US Open zahlen 108 Millionen Dollar, davon 5,5 Millionen an jeden Einzelsieger, die Australian Open 111,5 Millionen australische Dollar mit 4,15 Millionen für die Sieger und die French Open 61,723 Millionen Euro mit 2,8 Millionen für die Sieger. Die Währungen unterscheiden sich; diese Seite rechnet sie nicht um.
Gesamtdotation und Siegprämie stehen auch in der Preisgeldtabelle unserer Turnierseite zu Wimbledon, neben der Siegerliste und der Rechtelage.
Diese Seite wird aktualisiert, sobald der All England Club das Preisgeld für Wimbledon 2027 bekannt gibt.
Quellen
Wesentliche Aussagen in diesem Artikel stützen sich auf die folgenden Quellen.
- 01The All England Lawn Tennis Club · The Championships, Wimbledon 2026 Prize Money (official breakdown, PDF)abgerufen
- 02The All England Lawn Tennis Club · Record Prize Money Fund Confirmed for 2026veröffentlicht · abgerufen
- 03ATP Tour · FAQ about PIF ATP Rankings (ranking breakdown, Race To Turin, Nitto ATP Finals qualification, 2026 points tables)abgerufen
- 04HM Revenue & Customs (GOV.UK) · Pay tax in the UK as a foreign entertainer or sportspersonveröffentlicht · abgerufen
- 05United States Tennis Association / usopen.org · 2026 US Open offers $108 million in player compensation, largest package in tennis historyveröffentlicht · abgerufen
- 06Australian Open / Tennis Australia · Australian Open announces record $111.5 million prize poolveröffentlicht · abgerufen
- 07Fédération Française de Tennis · Dossier de presse Roland-Garros 2026 (section La dotation, pages 41-42)veröffentlicht · abgerufen
US-Open-Preisgeld 2026: Was jede Runde bringt
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